Zum Projekt

 

Die langjährige Aktivität der Euroregion "Sprewa - Nysa - Bobr" im Bereich der Unterstützung grenzübergreifender Zusammenarbeit im deutsch-polnischen Grenzgebiet wurde auch von Schwierigkeiten und Einschränkungen bei der Initiierung deutsch-polnischer Projekte begleitet, die durch einen Mangel an Partnerverbindungen, insbesondere in den Startphasen neuer Gemeinschaftsinitiativen bzw. Programme hervorgerufen wurden.
Dies war der Grund für die Entstehung der Idee des Projektes "Initiierung, Unterstützung und Entwicklung von grenzübergreifenden Projektpartnerschaften".
Partnerschaften von Gemeinden, Städten, Vereinen und anderen Akteuren von beiden Seiten der Grenze sind eine notwendige Bedingung für den Aufbau stabiler grenzübergreifender Zusammenarbeit und für die Nutzung der für die Zusammenarbeit vorgesehenen europäischen Mittel. Da der polnische Teil der Euroregion Spree - Neisse - Bober und der deutsche Teil der Euroregion "Neisse - Nysa - Nisa" gegenwärtig ein völlig neues Gebiet der Zusammenarbeit im Rahmen des Operationellen Programms der Grenzübergreifenden Zusammenarbeit Sachsen - Polen 2007 - 2013 bilden, sind direkte Maßnahmen zur Initiierung und Unterstützung von Partnerschaften in diesem neuen Gebiet unerlässlich und werden eine unschätzbare Hilfe bei der Entwicklung der deutsch-polnischer Zusammenarbeit darstellen. Der Mangel an einem notwendigem Partnerschaftsnetzwerk in der Verbindung Sachsen-Lubuskie war das Thema vieler Gespräche auf euroregionaler Ebene. Beide Vereine, als Institutionen, die am besten in der Lage sind, die Qualität der Kontakte zwischen Akteuren von der sächsischen Seite und von der Seite der polnischen Wojewodschaft Lubuskie zu bewerten, deuteten an, dass die Initiierung und Unterstützung von Partnerschaften auf diesem Gebiet unerlässlich ist. Die bisherige grenzübergreifende Zusammenarbeit der Grenzgebiete des Landes Sachsen basierte bislang hauptsächlich auf den Beziehungen mit der Nachbarwojewodschaft Dolnośląskie.
Die Bedeutung von Maßnahmen zur Initiierung und Unterstützung von Partnerschaften, darunter u.a. sächsisch-lebuser Partnerschaften, wurde auch von diversen anderen Institutionen aus dem Gebiet des Landes Sachsen und der Republik Polen bemerkt, die mit der Vorbereitung und Umsetzung des Operationelles Programms direkt verbunden waren.

 

Das Projekt „Initiierung, Unterstützung und Entwicklung von grenzübergreifenden Projektpartnerschaften“, umgesetzt vom Verein Euroregion „Sprewa – Nysa – Bobr“ in Partnerschaft mit der Euroregion Neisse e.V., wurde letztendlich während der V. Sitzung des Begleitausschusses des Operationellen Programms der Grenzübergreifenden Zusammenarbeit Polen-Sachsen 2007-2013 am 24.11.2009 in Brunowo bewilligt.

Im Rahmen dieses Projektes werden umfangreiche Aktivitäten vorgenommen, welche die Bildung von Partnerschaften, die Beratung und Workshops für potentielle Partner von der deutschen und polnischen Seite sowie die Betreuung existierender Partnerschaften umfassen. Die Projektmaßnahmen werden sich dabei auf eine höhere Ebene der partnerschaftlichen Zusammenarbeit beziehen, d.h. sie werden nicht unbedingt auf konkrete Projekte oder Ideen fokussiert, sondern sich auf der Bildung und Unterstützung von reinen Partnerbeziehungen konzentrieren, die dann zur einer Grundlage für eine langjährige Zusammenarbeit von verknüpften Institutionen und für die Realisierung vieler Projekte werden könnten. Eine derartige neue Auffassung des Themas Partnerschaften verspricht eine große Effektivität bei den geplanten Maßnahmen und große Nachhaltigkeit der Ergebnisse bei dem durch uns realisierten Projekt.

 

Zu den grundlegenden Projektmaßnahmen gehörte die Erstellung einer allgemein zugänglichen, zweisprachigen interaktiven Internet-Datenbank, welche Sie gerade betrachten. Diese Internetseite ist eine Plattform für die ersten Kontakte von interessierten Personen aus Deutschland und Polen.
Die Institutionen, die einen Partner auf der anderen Seite der Grenze suchen, haben die Möglichkeit, hier über den Projektkoordinator, ihre Kontaktdaten und die Bereiche, in denen sie zusammenarbeiten möchten sowie andere nützliche Informationen einzutragen.
Der Koordinator, der fließend Deutsch und Polnisch spricht, wird während individuellen Treffen und Gruppenkonsultationen, telefonisch oder per Mail potentielle deutsche und polnische Partner zur Eintragung in die Datenbank beraten. Der Koordinator wird die von den Partnersuchenden Institutionen überreichten Daten persönlich analysieren und ihnen beim Finden richtiger Partner helfen.
Der Projektkoordinator wird zudem Dienstreisen durchführen. Ziel dieser Reisen ist die Suche nach Projektpartnern sowohl auf polnischer als auch auf deutscher Seite. Treffen in den Geschäftsstellen oder Büros interessierter Institutionen werden eine effektive Methode für die Gewinnung von Angeboten der Zusammenarbeit und somit für die Vergrößerung der Datenbank sein.
Die Dienstreisen des Projektkoordinators werden auch Besuche von bereits kooperierenden Partnern umfassen. Der Koordinator wird dabei u. a. Vorschläge für neue Partnerschaften, aber auch die Vergrößerung des Umfangs der Zusammenarbeit unterbreiten.
Zu den Aufgaben des Projektkoordinators gehört die Verwaltung der Einträge in die Datenbank. Nach Besprechungen mit potentiellen Projektpartnern werden diese in die Datenbank eingetragen bzw. es werden Informationen über schon eingetragene Partnersuchende erweitert.
Neu entstandene Partnerschaften erhalten individuelle Hilfe beim Entwickeln gemeinsamer Ideen und Pläne sowie bei der Festlegung des grenzübergreifenden Charakters potentieller Projekte.
Im Rahmen des Projektes ist auch die Rechtsberatung für entstandene Partnerschaften vorgesehen, z.B. bei der Gestaltung von Partnerschaftsverträgen. Zu diesem Zweck wird je nach Bedarf ein Rechtsberater engagiert.

Außer den Schulungs-/Informationsaktivitäten, sind im Rahmen des Projektes die Durchführung von zwei Konferenzen unter dem Titel "Partnerschaftsbörse" und 14 Workshops zur Initiierung von Partnerschaften in verschiedenen Bereichen der Zusammenarbeit geplant.
Die Konferenzen werden für die Startphase und Abschlussphase des Projektes geplant und sollen dementsprechend einen Auftaktcharakter und einen zusammenfassenden Charakter haben. Es werden jeweils ca. 100 Personen eingeladen. Im Rahmen beider Veranstaltungen werden Vorträge gehalten. Es wird den Teilnehmern auch ermöglicht, individuelle Gespräche mit potentiellen Partnern unter Beteiligung von Begleitpersonen mit deutschen/polnischen Sprachkenntnissen (Konsekutivübersetzung) zu führen. Die gesamte Veranstaltung wird simultan übersetzt.
In der Anlehnung an die Konferenzen werden zweisprachige Publikationen zum Thema „Partnerschaften zur Entwicklung grenzüberschreitender Zusammenarbeit“ herausgegeben. Der Inhalt der Publikationen wird das Ergebnis von Konsultationen und der Zusammenarbeit beider Projektpartner sein.
Im Rahmen der geplanten 14 Workshops finden zehn Treffen auf der polnischen und vier auf der deutschen Seite statt. Die Workshops werden thematisch aufgeteilt und jeweils andere Bereiche der Zusammenarbeit betreffen. Es sind u. a. Treffen zur grenzübergreifenden Aktivität von kommunalen Gebietskörperschaften, Bildungseinrichtungen, Hochschulen, anderen Bildungsträgern und Kultureinrichtungen sowie Institutionen, die in den Bereichen Sport, Touristik, Wirtschaft etc. tätig sind, vorgesehen.
Die Ergebnisse wichtiger Treffen im Rahmen des Projektes und alle anderen Informationen bzgl. des Vorhabens werden laufend auf der Projekthomepage und auf der Homepages des Projektpartners veröffentlicht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

Kontakt:
Projektkoordinator: Mariusz Welman
Euroregion "Sprewa-Nysa-Bóbr"
ul. Piastowska 18
66-620 Gubin, Polen
Tel: +48 68 455 80 58
        +48 888 767 841
Fax: +48 68 455 80 50
Email: m.welman@euroregion-snb.pl
Email: info@euroregion-snb.pl

 

Kontaktdaten der Euroregion "Neisse e.V":
Portsmouther Weg 1
02763 Zittau
Tel: +49 3583 57500
Fax: +49 3583 512517
Email: watterott@euroregion-neisse.de
x